Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht

Mit der Verabschiedung des Fernunterrichtsgesetzes im Jahr 1977 wurde die Einrichtung einer Institution erforderlich, die Fernunterricht jeglicher Art kontrolliert und genau definierten Standards unterwirft. Diese Funktion übernahm zum gleichen Zeitpunkt die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht, kurz ZFU genannt. Die ZFU hat ihren Sitz in Köln und entscheidet bis heute über die Zulassung von Fernlehrgängen. Jeder zugelassene Lehrgang erhält eine Zulassungsnummer, die im Informationsmaterial für jeden Interessenten sichtbar geführt werden muss.

Im Rahmen des Zulassungsverfahrens prüft die ZFU, ob das angestrebte Seminarziel erreichbar ist. Kontrolliert werden dabei der Praxisbezug, die Didaktik und das gesamte Konzept der pädagogischen Betreuung. Hinzu kommt die Lernzielkontrolle. Selbst die Verträge des Anbieters und die Informationsmaterialien werden analysiert und hinsichtlich der Einhaltung der Vorgaben des Fernunterrichtsschutzgesetzes geprüft. Das Ziel dieser umfangreichen Kontrollen liegt in dem Schutz des Teilnehmers vor unerwarteten Überraschungen nach dem Vertragsabschluss.

Die ZFU-Prüfung garantiert unter anderem ein 14-tägiges Rücktrittsrecht vom Vertrag ohne zusätzliche Kosten. Ebenso besteht ein dreimonatiges Kündigungsrecht nach dem Ablauf der ersten sechs Monate nach dem Vertragsabschluss, das jederzeit geltend gemacht werden kann. Schließlich garantiert ein ZFU-geprüfter Kurs, dass die Studiengebühren während der gesamten Lehrgangsdauer unverändert bleiben. Ein Schwachpunkt der ZFU-Prüfung mag darin liegen, dass lediglich die vertragliche Seite umfassend analysiert wird. Die qualitativen Unterschiede des Angebots oder die Unterstützung des Lernenden fließen nicht in die Betrachtung ein. Solche Analysen stellt eher Stiftung Warentest an, wenn ein unabhängiger Verbraucherschutztest der gängigen Fernlehrangebote auf dem deutschen Markt durchgeführt wird.

http://www.dreamstime.com/stock-photos-pile-colorful-books-image19450233In Deutschland unterliegen privatrechtlich organisierte Fernstudiengänge an privaten oder öffentlich-rechtlichen Hochschulen ebenso dem Fernunterrichtsschutzgesetz wie die Angebote unterhalb der Hochschulebene. Lediglich wenige Ausnahmen wie reine Selbstlernprogramme mit E-Learning-Elementen oder Hobbykurse ohne beruflichen Bezug müssen von der ZFU nicht zugelassen werden.
Neben der umfassenden Analyse der Bildungsangebote ist die ZFU vor allem der kompetente Ansprechpartner für Interessenten, die eine Weiterbildung auf dem Weg des Fernstudiums anstreben. Auf der Internetpräsenz der Institution finden ambitionierte Lernende eine Reihe von Informationen rund um das Fernstudium und die gängigen Angebote. Insbesondere kann man online nach Fernlehrangeboten in der Datenbank suchen und sich alle wichtigen Daten zu den Angeboten dort bestellen. Von besonderer Bedeutung ist der Fernunterricht-Ratgeber, der jedes Jahr von der ZFU herausgegeben wird. Der Ratgeber enthält alle Lehrgänge, die aktuell von der ZFU zugelassen sind. Ebenso beinhaltet er eine umfangreiche Beschreibung aller Angebote. Wer auf der Suche nach passendem Fernunterricht ist, wird in dem gut recherchierten Ratgeber alle Informationen und Daten finden, die für die konkrete und fundierte Entscheidungshilfe erforderlich sind. Für Fernlernende, die sich erstmals mit der Weiterbildung auf dem Weg des Fernunterrichts beschäftigen wollen, ist der Ratgeber eine sehr hilfreiche Informationsquelle.

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