Fernstudium: Was ist das?

Unter einem Fernstudium versteht man die Vermittlung von Wissen auch mit Hilfe von Studienbriefen, Videos, CDs, Präsentationen oder Online-Chats. Die persönliche Anwesenheit an einer Universität oder an einer anderen beliebigen Bildungseinrichtung ist meist nur zu ausgewählten Terminen oder gar nicht nötig. Der Teilnehmer kann den Studienstoff vielmehr zeitlich und räumlich flexibel absolvieren und dadurch gut in seinen Tagesablauf integrieren.

Insbesondere für Berufstätige, für Auszubildende, für Studierende, für Mütter oder für Senioren bietet sich Fernunterricht an, wenn man die persönlichen Qualifikationen erweitern will. Das Angebot an Fernlehrgängen ist in Deutschland sehr weit gefasst. Nahezu jeder Schul- und Studienabschluss kann als Fernlehrgang belegt werden, es sind akademische Abschlüsse ebenso wie andere anerkannte Zertifikate möglich. Sogar die Belegung von Kursen aus rein privaten Gründen oder zur Vertiefung eines Hobbys ist problemlos möglich. Aus dieser Vielfalt ergibt sich auch die große Bedeutung des Fernstudiums in Deutschland.

http://www.dreamstime.com/stock-photos-black-teenage-student-girl-sits-education-books-image19193363Nach offizieller Definition ist ein Fernstudium eine Bildungsmaßnahme, die auf die Vermittlung von Lehrstoff durch schriftliches Material wie klassische Studienbriefe zurückgreift. Im Zuge der Verbreitung des Internets und anderer digitaler Medien werden diese Studienbriefe mehr und mehr abgelöst durch Online-Lehrgänge, durch Chats, durch multimediale Präsentationen oder Videokonferenzen. Jede Bildungsmaßnahme ist allerdings dadurch gekennzeichnet, dass das Material nicht ausschließlich auf dem Weg einer Präsenzveranstaltung vermittelt wird. Der Teilnehmer kann meist seinen Lehrstoff nach Belieben zeitlich flexibel belegen. Ebenso ist er räumlich unabhängig und muss keine Bildungseinrichtung aufsuchen. Er lernt am heimischen Computer oder liest Studienbriefe an jedem beliebigen Ort.

Viele Bildungseinrichtungen bieten ergänzende Präsenzveranstaltungen an. Diesen dienen häufig dem gegenseitigen Kennenlernen bzw. dem Bearbeiten und Nachbearbeiten von Inhalten. Auch werden oft diese Präsenzveranstaltungen mit Prüfungszeiträumen verbunden.

Ein Fernlehrgang kann mit einem Zertifikat enden. Das ist relevant für Teilnehmer, die eine Weiterbildung aus beruflichen Gründen anstreben. Wer seine vorhandene Qualifikation ergänzen will, benötigt dieses Zertifikat häufig zur Vorlage bei einem Arbeitgeber. Wer dagegen aus freiwilliger und privater Motivation heraus einen solchen Kurs belegt, muss nicht zwingend ein Zertifikat in den Händen halten, sobald der Kurs abgeschlossen ist.

Aus pädagogischer Sicht steht ein Fernlehrgang dem klassischen Präsenzunterricht nicht nach. Bei gleichen Studiengängen werden die Inhalte weitgehend identisch sein. Allerdings stellt die Aufbereitung des Lehrmaterials in einem Fernstudium besondere pädagogische und didaktische Anforderungen an den Bildungsträger. Es gilt, den Stoff transparent und verständlich zu vermitteln und das Erlernte zu verankern. Ebenso kommt dem Transfer in die Praxis eine große Bedeutung zu. Schließlich müssen die betreuenden Tutoren auf die Bildung von Erwachsenen und auf die Vermittlung des Lehrstoffs per Fernlehrgang spezialisiert sein. Deshalb stellt ein Fernkurs eine besondere pädagogische und didaktische Herausforderung für den Bildungsträger und den betreuenden Dozenten dar.

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